Unsere Leitplanken zur arbeit während der corona-Pandemie


Nach der Mitteilung (15.03.2020) vom für uns zuständigen Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, in der auch explizit die 15 Fußball-Fanprojekte des Landes genannt wurden, mussten wir für acht Wochen das Fan-Projekt Dortmund schließen und alle Angebote/Veranstaltungen ausfallen lassen.

 

Als sozialpädagogisches Fanprojekt mit aufsuchender Sozialarbeit ist unsere Kernarbeit stark eingeschränkt worden. Wir haben darauf reagiert,  unsere soziale Beziehungsarbeit schwerpunktmäßig in die digitale Welt verlagert und Angebote im virtuellen Raum entwickelt, die Möglichkeiten für Begegnung und Austausch boten und natürlich auch weiterhin bieten.  Durch professionelle Videokonferenzen mit den wichtigsten Fangruppierungen und Netzwerkpartnern und das regelmäßige „Abtelefonieren“ der wichtigsten Kontakte konnten wir unsere Rolle als Drehpunkteinrichtung ausfüllen und ein Gefühl der starken Präsenz bei unserer Zielgruppe vermitteln. Ein Großteil der Aufgaben konnte im Home-Office erledigt werden, aber unser Büro war auch im Notfall ständig zu erreichen. Außerdem konnten wir unsere Fanszene in den letzten Wochen bei vielen Charity-Aktionen sowohl durch Manpower als auch durch unser Equipment (Fahrzeuge, Lagerflächen etc.) aktiv unterstützen.

 

Soziale Arbeit bleibt aus der Sicht des Fanprojekts für viele junge und heranwachsende Menschen gerade jetzt von großer Bedeutung. Menschen, die sich bereits vor der aktuellen gesellschaftlichen Ausnahmesituation in herausfordernden Lebenslagen befanden, werden es in den kommenden Wochen und Monaten noch schwieriger haben und deshalb auch weiterhin auf diverse Beratungsangebote angewiesen sein. Andere Jugendliche werden ihre Lebensweise vor dem Hintergrund des angeordneten „Social-Distancing“ drastisch verändern müssen und ggf. mit Einsamkeit, verstärkten Depressionen oder gar häuslicher Gewalt konfrontiert sein. Unterstützungsbedarfe bei Suchtverhalten, Drogenabhängigkeit, Jobsuche, finanziellen oder psychischen Problemen uvm. bleiben ebenfalls bestehen und stellen uns in den kommenden Wochen und Monaten möglicherweise vor große Herausforderungen.

 

Da wir wohl vor einer längeren Phase von sogenannten „Geisterspielen“ ohne Fans ausgehen müssen, die bekanntlich gerade bei unserem Klientel stark in der Kritik stehen, werden wir als Vermittler in den nächsten Wochen und Monaten stark gefordert sein. Für unsere jungen Fans ist das gemeinsame Stadionerlebnis das zentrale Element ihrer Fankultur. Wenn dieses für einen langen Zeitraum wegbricht, muss dieser Prozess zwischen allen Interessengruppen (Fans,Vereine,Polizei,Politik) moderiert und begleitet werden.

Mit Blick auf die im Raum stehende Wiederaufnahme des Spielbetriebs und natürlich auch einer möglichen Öffnung unserer Räumlichkeiten für Einzelpersonen/kleine Gruppen in naher Zukunft haben wir einen Leitfaden für unsere sozialpädagogische Arbeit erarbeitet, der natürlich aufgrund aktueller Entwicklungen ständig fortgeschrieben werden wird.


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44137 Dortmund


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